Archiv für die Kategorie ‘alltägliches’

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Es war einmal: Britta

3. April 2007

Es war einmal ein junges Mädchen namens Klein-Britta (…oder so. Da streite ich mich jetzt nicht rum). Diese hatte sehr frühzeitig ihre Eltern verloren und überdies war sie eine Waise. Es fiel ihr daher recht schwer, ohne fremde Hilfe den kleinen Hof zu bewirtschaften, der ihr hinterlassen worden war. Denn nachdem die Kirche ihren Zehnten kassiert und die Steuereintreiber des Königs sich ihr Scherflein sicherten, stritten sich schon die Gläubiger um den Rest. So blieb immer gerade genug übrig, dass es eben zum Leben langte. Fast so, als ob jemand es dergestalt eingerichtet hätte.

Eines Jahres, nach einer besonders mageren Ernte, zog sich Klein-Britta ihre Socken an, um sich auf dieselben zu machen. Sie packte ihre Habseligkeiten in ein kleines Bündel, gab den Schlüssel bei den Nachbarn ab - die hoch und heilig versprachen, sich um die Blumen zu kümmern - und zog von dannen. Immer Richtung Westen. Dort hoffte sie nämlich einen Helden zu finden, der sie von all ihrem Leid befreite. Alle grossen Helden, die sie aus den Geschichten kannte, zogen ja bekanntlich nach ihren absolvierten Abenteuern in den Sonnenuntergang. Es sollte also mit dem Teufel zugehen, wenn sich nicht der eine oder andere zum ehelichen finden würde. Begleitet wurde das Mädchen von ihrem treuen Freund. Einem Kater. Ich wünschte, ich könnte berichten, dass es sich um einen zauberfähigen Mietzepeter handelte, der sprechen konnte. Oder wenigstens einen, der Stiefel und eine Weste mit goldener Uhrenkette trug. Er trug allerdings nicht eionmal einen Namen. Es war ein ganz gewöhnlicher zerzauster Strassenkater mit eingerissenem Ohr. Und so begleitete er sie nach Art aller Katzen bis an den Rand des Dorfes, wo er dann links abbog und sich unter den grossen alten Apfelbaum in den Schatten legte und sein Nachmittagsdösen begann.

Als es Dunkel wurde, war unser Mädchen noch mitten in der Pampa unterwegs und sah sich recht bald von einer Meute wilder Gesellen umringt, die sie eindringlich baten, ihr Bündelchen tragen zu dürfen. Leider konnte sie nie feststellen, wohin sie es trugen. Nackt und … halt, falsche Geschichte … Ihrer letzten Reichtümer beraubt, fühlte sich Klein-Britta sonderbar leicht und befreit und begann in aller Ruhe sich die Welt zu betrachten. Hie und da fand sie etwas Arbeit, um sich Unterkunft und Essen zu verdingen. Was genau sie da tat, weiss ich nicht. Auf jeden Fall waren es immer auf einige Tage befristete, nicht meldepflichtige Nebenjobs. So kam sie mit der Zeit im ganzen Land herum. Jedoch sonderbar: Je mehr sie von der Welt sah, desto mehr hatte sie das paradoxe Gefühl, prozentual weniger davon gesehen zu haben - bildlich gesprochen. Und je mehr sie von der Welt mitbekam, desto weniger gefiel sie ihr. Bald wünschte sie, es sich neben ihrem Kater unter dem Apfelbaum gemütlich gemacht zu haben. Aber dieser - also der Baum - musste schon vor einiger Zeit einer neuen Bäckerei weichen - Spezialität: Apfelkuchen nach Art des Hauses. Und der Kater wurde kurz danach von einem betrunkenen Bierkutscher unweit auf der Landstrasse überfahren. Das hätte er sicher überlebt, aber leider fiel er am Strassenrand in eine Ohnmacht und rollte in einen mit Wasser gefüllten Graben. Glücklicherweise schwamm gerade ein Brett vorbei auf welchem er besinnungslos liegenblieb - bis zu der Brücke, von welcher die Kinder mit viereckigen Gehwegplatten runde Kreise auf die Wasseroberfläche zauberten. Eine Welle spülte ihn an Land. Direkt vor die Werkstatt eines Geigenbauers. Bei einer Portion verdorbenen Fisches stellte sich heraus, dass seine restlichen fünf Leben wohl schon verbraucht waren und so erstickte er jämmerlich an einer grossen Gräte. Aber das ist eine andere Geschichte…

Ihre (wir sind übrigens wieder bei Klein-Britta, d. R.) Lebenslust wich einer tiefen Traurigkeit und so beschloss sie, den König ihres Landes zu bitten, etwas gegen all die Schlechtigkeiten zu unternehmen. Dieser galt nämlich bei seinem Volke als weiser und gütiger Mann, weshalb er den Krönungsnamen “Volker der 1.” trug. Und wer, wenn nicht Volker hätte auch die Macht dazu. Der König hörte sich mehr oder minder geduldig ihre Klagen an, zog wie eine Jalousie quer ein paar Falten über die Stirn und sagte schlussendlich: ‘Pass auf Klein-Britta. Hinter meinem Schloss beginnt ein üppiges Feld. Dahinter eine riesige Wiese und hinter der Wiese ein immens grosser Wald. Durch diese führt ein Weg. Folge ihm und du wirst das Glück wiederfinden.’ Erwartungsvoll machte sich das Mädchen auf. Vorbei an den goldenen Ähren des Feldes und dem Schild ‘Kein offizieller Durchgang! Betreten auf eigene Gefahr! Kein Winterdienst!’ Weiter quer über die saftige grüne Wiese bis zum Wald und hinein in selbigen. Mit der Zeit vergingen die Stunden und die Lichtungen wurden weniger licht. Dunkelheit umfing sie und die Vögel stellten langsam ihr Gepiepe ein, um der Szene etwas mehr Dramatik zu verleihen. Doch Klein-Britta schritt forsch aus, denn sie hatte ja was vor und wollte das Glück finden.

Plötzlich war der Weg zu Ende. Vor ihr erhob sich ein unüberwindlicher Berg und links und rechts war das Dornengestrüpp mittlerweile so dicht, dass sie sich unmöglich einen eigenen Pfad bahnen konnte. ‘Hier muss es sein’ dachte Britta und sah sich um. Doch ausser dem zurückgelegten Weg nebst schon beschriebenem Rest schien nichts weiteres vorhanden zu sein. ‘Das wäre auch zu einfach gewesen’ dachte sie weiter und begann, die Felswand nach verborgenen Mechanismen abzusuchen, tief in die Dornenbüsche zu greifen und zu guter letzt mit den blossen Händen ein Loch zu graben. Währenddessen murmelte sie ‘Es muss hier sein.’

Nach langer Zeit wurde ihr Skelett, welches zu einem Fragezeichen verbogen in einem recht tiefen Loch lag, von einem wackeren Rittersmann entdeckt, der sich auf der Suche nach einem Gegner, vorzugsweise Drachen, verfranst hatte. Tja, wenn der Typ ein paar Jahre eher gekommen wäre, hätte er Klein-Britta wohl recht dufte gefunden, aber so…

Und die Moral von der Geschicht’ les ich dann wohl in den nächsten Tagen in den Kommentaren.

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FASS

2. April 2007

Was einem manchmal doch für skurile Ideen in den Sinn kommen… Ganz abgesehen davon, dass ich scheinbar, obwohl dieser Spezies selbst angehörend, eine gewisse Abneigung gegen das weibliche Geschlecht zu verspüren meine. So hätten die Anhänger der Emanzipation schwer zu knabbern an der neuen Kreation meines faszinierenden Einfallsreichtumes.

Wir reden hier im übrigen vom F.A.S.S. Zu deutsch: dem “Fahrer Anti Stör System”.
Diese sensationelle Eingebung erhielt ich aus höheren Sphären während ich mitbekam, wie im Automobil vor mir ein Mann (Fahrer) von seiner Frau (Beifahrer), welche mit verzerrtem Gesicht neben ihm saß, durch wildes gestikulieren vom Fahren abgelenkt und in eine Diskussion geleitet wurde, welche garantiert, bei Nicht-mit-mischung des werten Ehegatten zur Beendigung des Zusammenlebens geführt hätte - wobei, muss man sich fragen, das nicht eventuell sogar erstrebenswert gewesen wäre.

Es müsse eine Möglichkeit geben, so dachte ich mir, die Nerven dieses armen Mannes, sowie die Sicherheit der Autofahrer um ihn herum zu schützen, und stellte mir in Gedanken eine ausfahrbare, schallisolierte, dünne Wand vor, die auf Knopfdruck zwischen Fahrer und Beifahrer hochgezogen wird, und so dafür sorge tragen könnte, dass der Fahrer sich zur Abwechselung tatsächlich mal auf den Verkehr (nein, nicht den ehelichen, sondern den Straßenverkehr) konzentrieren könnte.

Leidergottes, so ließ ich mir erklären, sei das ganze technisch nicht so einfach zu realisieren… also sollte man wohl doch besser, sollten einem die eigenen Nerven im Verkehr etwas wert sein, den Baseballschläger unter dem Fahrersitz behalten oder doch mit dem Bus fahren. Dort hat man zwar auch nervige Sitzgenossen, zumindest jedoch liegt man mit denen nicht auch abends im Bett.

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Käsefahrt

6. März 2007

Und da waren sie wieder. Nein, nicht meine drei Probleme. Die sind ja permanent. Ich meine diese unvermittelt aus einer belanglosen Nebenstrasse schiessenden Reisebusse, die Scharen älterer Mann- und Frauschaften durch aller Herren Länder katapultieren, um ihnen dort skurile Konsumgüter schmackhaft zu machen, die sie im Laden um die Ecke nicht mal mit einem Hühnerauge ansehen, gleichwohl dort aber viel kostengünstiger erhalten würden. Aber das sollen sie ruhig auch machen. Schliesslich - so sagt es die Legende - bekommt man auch noch einen handlichen Flüssigkeitsbehälter koffeinhaltiges Heissgetränk umsonst.

Eingedenk dessen und in froher Erwartung der Dinge, die mich im Laufe des Tages noch so beschäftigen sollten, marschierte ich an einem gesprühten Schriftzug vorüber, dessen Inhalt mir unmissverständlich vermittelte: “Kauft um euer Leben!”. Sehr passend, denn man hat ja auch schon von Reisebussen gehört, die in tiefster österreichischer Pampa ihren Inhalt entluden, die Insassen mit gefälschtem Kaffeeduft in zweifelhafte Räumlichkeiten lockten, deren Türen nur durch Betätigung mit Hilfe einer Kreditkarte wieder entriegelt werden konnten. So sagt man. Ob es stimmt, weiss ich natürlich nicht.

Ein Stückchen weiter stand dann mein besagter Reisebus in Begleitung fünf anderer quer über dem Radweg und halb auf der Strasse und eine Flut, wahrscheinlich wegen des Gedränges , verwirrt dreinschauender Kurzzeitpassanten ergoss sich ins Umland. Jene hatten wohl alle relevanten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt an diesem Tage schon besichtigt. Wo sie nun gelandet waren, kann nur das einzige gewesen sein, was zum Glück noch fehlte: eine - wenn auch sehr alte und sehr schöne - Molkerei. Mit anderen Worten: ein Milch- und Käseladen. Wer jetzt eine grössere Pointe erwartet hat, den muss ich leider enttäuschen. Ich war einfach zu verblüfft. Es gibt doch sicher einfachere Wege, während einer Kaffeefahrt an Milch für seinen Kaffee zu kommen, oder?

Und wer gezählt hat, wie häufig ein Doppel-”s” vorkommt, wird im nächsten Artikel namentlich erwähnt.

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Spieletipps

27. Februar 2007

Ein Satz, bei dessen Klang alle Alarmglocken in mir zu läuten anfangen, ist: “Nächste Woche sind wir zum Spieleabend eingeladen.” Es ist nun bei weitem nicht so, dass zu unserem Bekanntenkreis nur unangenehme Personen zu zählen wären. Weiterhin liegt es mir fern, Gesellschaftsspiele als solches unter allen Umständen abzulehnen - aus dem Alter bin ich wieder raus - aber eine Kombination von beidem ist immer eine heikle Angelegenheit. Daher bin ich bestrebt einige Spielregeln zur präventiven Schadenseindämmung durchzusetzen.

1. Der Ort der Handlung (ja, es geht wieder einmal mit Aufzählungen los): Man sollte immer darauf achten, dass keiner der Teilnehmer einen Heimvor-, bzw. -nachteil auf seiner Seite hat. Auf diese Art und Weise vermeidet man peinliche Situationen wie gezinkte Karten unter der Glastischplatte, den geübten Blick auf die spiegelnde Fläche des ausgeschaltenen Fernsehers und damit in die Karten des Gegners oder ein ständiges Aufspringen zu nachfüllen oder -schenken. In Privatwohnungen sind meist auch die Fluchtwege weniger gut ausgezeichnet, sollte es die Spielsituation doch einmal dringend erfordern, hastig die Räumlichkeiten zu wechseln. Also immer schön auf neutralen Grund und Boden in der Kneipe treffen.

2. Die Spiele des Anstosses: Entgegen des allgemeinen Trendes muss ein gelungener Spieleabend nicht unbedingt auf einer Party Poker basieren. Schon gar nicht auf Texas Hold’em - auch wenn scheinbar in jeden biederen Haushalt seit kurzem ein Kofferset mit Karten und Chips gehört. Das macht man dann doch besser mit ein paar weniger guten Freunden, auf die man, nachdem man nach allen Regeln der Kunst um Bares erleichtert hat, notfalls auch mal verzichten kann.

Es sollten auch keine Spiele sein, deren Erlernung länger dauert, als das Match an sich. Am besten wendet man sich wohl bekannten Spielen zu, die zusammengeschweisste, sich in- und auswendig kennende und sich meist sowieso nur sich selbst zuwendende Partnerschaften auseinanderreisst und gegeneinander aufwiegelt. Dann macht Spielen Spass. Und womit sollte das besser gehen als mit irgendeiner Variante, die den Kampf der Geschlechter mit einbezieht. Und damit sind wir schon bei

3., den Teilnehmern: Diese bestehen zu 95 % aus Pärchen und dies ist ausnahmsweise mal gut so. Denn so kann man ohne überhängenden Rest problemlos Mannschaften bilden. Ausserdem lassen sich diese gut gegeneinander ausspielen - sollten die Geschlechter partout nicht trennungsbereit sein. Unter Umständen ist es nach dem Ende des Abends jedoch eh so weit. Schon interessant, was da so alles aufbricht. Beim hilflosen Versuch Begriffe zu übermitteln wird plötzlich festgestellt, dass man sich noch nie wirklich verstanden hat. Die Lieblingsfarbe der reservierten Figuren ist gar keine gewesen. Da wird mangelnder Ehrgeiz - nicht nur beim angestrebten Gewinn - vorgeworfen und der Partner macht sich des Schummelns, bzw. Nicht-Schummelns schuldig - je nach Situation.

Nun sind die Würfel gefallen, der Trumpf ausgespielt und der Zeitpunkt gekommen, wo man sich (da man ja nicht irgendwo privat ist!) diskret an einen anderen Tisch setzt und noch ein Bier bestellt. Wer mag, legt ganz in Ruhe ein Solitair - ja, das geht auch ohne Windows hochzufahren - und begibt sich danach in Ruhe und gesittet nach Hause, während am Nachbartisch noch heftig diskutiert wird.

Das nenne ich mal einen gelungenen und lustigen “Spieleabend”; und der nächste lässt unter Garantie auf sich warten!

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Stereo-Typen

21. Februar 2007

Wenn man sich als Schallplattenallein-, bzw. zuzweitunterhalter verdingt und dann noch interessant oder zumindest bekannt genug ist, um sagen wir mal 20 und mehr “Partypeople” anzuziehen, kann man sich einer Sache ganz sicher sein: Unter jenen 20 Menschen befinden sich unter Garantie genau die drei folgenden Typen.

Der Spiel-mal-was-anderes-Brüller ist ein notorischer Nörgler, im besten Fall an seinem Ulli Stein “Dagegen”-Shirt zu erkennen. Den ganzen Abend rennt er jeweils mit seiner neuen Flasche misstrauisch am DJ-Pult vorbei und artikuliert ab einem gewissen Alkoholpegel seinen stereotypen Satz halbfrontal in Richtung des ausführenden Organs. Wenn dieses - namentlich der DJ - geistesgegenwärtig genug und vor allem auch willens ist, dem Protagonisten Einhalt zu gebieten und ein “Was denn?” entgegenzuschleudern, wird er lediglich ein “Was weiss ich! Was anderes halt!” ernten. Dieses Spiel kann an einem Abend über etliche Runden gehen, wobei die Antworten auch mal variiren können. Etwa “Was cooles!” oder (bei brodelndem Saal) “Was zum Tanzen!”

Der Genau-auf-die-Hand-Schauer ist da eher passiv und meist männlicher Natur. Stundenlang steht er neben oder - wenn der Platz es nicht anders hergibt - vor dem Pult. Akribisch wird jede Bewegung observiert und verinnerlicht. Es ist auch nicht eindeutig zu ersehen, ob er an der Technik, den Platten oder gar dem DJ interessiert ist. Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Vielleicht möchte er sich auch nur in der Aura eines Stars sonnen oder hofft, falls er lange genug da stehen bleibt, dass er als dem DJ zugehörig eingestuft umsonst beköstigt wird. Trotz ihrer Art und Weise macht die Grundform des Genau-auf-die-Hand-Schauers keinen richtigen Plattenjongleur nervös. Seine Steigerungsform jedoch kann es: Der Über-die-Schulter-den-Titel-Erfrager. Wenn Schauer mutiger werden, dauert es meist nicht lange und sie geben ihre Meinung zu jedem zweiten gespielten Track ab und fragen danach, worum es sich eigentlich handelt. Die Unterhaltung hat ihren Höhepunkt meist während des Mixvorganges. Dabei kommt es häufig vor, dass dem Plattenonkel direkt über die Schulter geschaut und versucht wird, bei farbigem Licht die kleine Schrift auf einer sich drehenden Schallplatte zu lesen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, ja erwiesen, dass sie sich in der nächsten Stufe vom Pult lösen und in ihrer Mission permanent zwischen Tanzfläche hin- und herpendeln.

Der Du-legst-noch-mit-Platten-auf-Stauner ist ein recht umgänglicher Zeitgenosse. Dennoch kann sich das - häufig - Kleinstadtkind seiner Frage nicht erwehren. Leider ist man aus Zeitgründen und Verblüffung nie wirklich mit einer guten Antwort gewappnet. Gut wären zum Beispiel:

1. Ja, aber nur noch eine halbe Stunde, danach packen wir dann die Kassetten aus.

2. Das ist nur eine holographische Illussion des Bordcomputers. Computer!? Mixen!

3. Ich wollte die erstmal aufbrauchen, bevor ich mir was Neues kaufe.

4. Leider bin ich extrem kurzsichtig und kann CDs kaum erkennen.

5. Ich mach hier nur die Crêpes. Frag mal an der Bar nach.

Es gibt natürlich noch alle möglichen anderen Typen: Die Nachdem-alle-nach-Hause-gehen-noch-allein-barfuss-Ausdruckstänzerin etwa, oder der In-der-Ecke-Steher-und-alles-schon-gesehen-Haber. Aber diese sind glücklicherweise etwas seltener anzutreffen.

Für den Fall, dass noch einer eine gute Antwort parat haben sollte: Ich ruf nochmal Mails ab, nachdem ich meine Plattentaschen gepackt habe.