Archiv für die Kategorie ‘geschlechtliches’

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FASS

2. April 2007

Was einem manchmal doch für skurile Ideen in den Sinn kommen… Ganz abgesehen davon, dass ich scheinbar, obwohl dieser Spezies selbst angehörend, eine gewisse Abneigung gegen das weibliche Geschlecht zu verspüren meine. So hätten die Anhänger der Emanzipation schwer zu knabbern an der neuen Kreation meines faszinierenden Einfallsreichtumes.

Wir reden hier im übrigen vom F.A.S.S. Zu deutsch: dem “Fahrer Anti Stör System”.
Diese sensationelle Eingebung erhielt ich aus höheren Sphären während ich mitbekam, wie im Automobil vor mir ein Mann (Fahrer) von seiner Frau (Beifahrer), welche mit verzerrtem Gesicht neben ihm saß, durch wildes gestikulieren vom Fahren abgelenkt und in eine Diskussion geleitet wurde, welche garantiert, bei Nicht-mit-mischung des werten Ehegatten zur Beendigung des Zusammenlebens geführt hätte - wobei, muss man sich fragen, das nicht eventuell sogar erstrebenswert gewesen wäre.

Es müsse eine Möglichkeit geben, so dachte ich mir, die Nerven dieses armen Mannes, sowie die Sicherheit der Autofahrer um ihn herum zu schützen, und stellte mir in Gedanken eine ausfahrbare, schallisolierte, dünne Wand vor, die auf Knopfdruck zwischen Fahrer und Beifahrer hochgezogen wird, und so dafür sorge tragen könnte, dass der Fahrer sich zur Abwechselung tatsächlich mal auf den Verkehr (nein, nicht den ehelichen, sondern den Straßenverkehr) konzentrieren könnte.

Leidergottes, so ließ ich mir erklären, sei das ganze technisch nicht so einfach zu realisieren… also sollte man wohl doch besser, sollten einem die eigenen Nerven im Verkehr etwas wert sein, den Baseballschläger unter dem Fahrersitz behalten oder doch mit dem Bus fahren. Dort hat man zwar auch nervige Sitzgenossen, zumindest jedoch liegt man mit denen nicht auch abends im Bett.

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Gesagt, anders getan

3. Juni 2006

Heute in der Nachmittags-Tafel-Runde kam das Gespräch auf das altbekannte Phänomen des Nicht-zueinander-Passens von Männern und Frauen. Es ging mit dem Verständnis für Fussball los und endete mit der Feststellung, dass Frauen nicht sagen können, was sie denken. (Was schlussendlich von den weiblichen Anwesenden nicht dementiert werden konnte) Und das trotz oder gerade wegen ihrer Sensibilität. Vielleicht sind sie auch nur nicht immer in der Lage sich klar auszudrücken. Ein Beispiel:

Eine Festivität naht. Etwa ein Geburtstag. Auf Mannes Frage, was denn das Begehr zu selbigen sei, kommt die Antwort: “Ich bin glücklich und zufrieden und möchte nichts weiter als dich.” Achtung Falle! Ein Bekannter von mir hat dies im letzten Jahr respektiert und knabbert immer noch an den Auswirkungen. Alle anderen müssen - sofern sie diese Hürde genommen - auf der Hut sein. Denn Frau beginnt in der Folgezeit mit einem wilden Tanz um diverse Konsumgüter, begleitet von Wiederholungen der sinngemässen Worte: “Das ist ja toll!”. Was nichts anderes bedeutet als “Haben will!!!” Aber sagen können sie das halt leider nicht.

Eine meiner Lieblingsszenen findet jedoch in der Küche statt. Man(n) hat Hunger und ergreift daher Vorbereitungen zur Vorbereitung der Nahrungsaufnahme. Das liebend Herz rät einem, vorher seinen Engel zu fragen, ob er denn auch etwas zu sich nehmen möchte, was mit einem simplen “Nö.” quittiert wird. Nachdem die halbe Garzeit verstrichen ist, folgt jedoch ein: “…aber kosten würde ich schon ganz gern” Das ist genau der Moment, in welchem sich die eigene Portion mindestens halbiert hat, weil Frau nicht sagen kann: “Gern. Mach mir doch bitte was mit.”

Da es Tiefkühltruhen gibt, koche ich alles in doppelter Menge.

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Frühlingsgefühle und andere Irrtümer

15. Mai 2006


Im Frühling, ja im Frühling, da sollen ja bekanntlich die Gefühle verrückt spielen. Man schwebt auf Wolke sieben, entdeckt längst verlorengeglaubte Gefühle zurück, sowie den unwahrscheinlichen Wunsch sich zu Paaren. Aber mal eine kleine Frage: ist das ein Wunder? Heut, auf meinem Weg nach Hause, bin ich auf die Lösung der schier unklärliche Frage “warum ist das so, und wo kommen die so genannten Frühlingsgefühle her?” gekommen!! Wenn man nur einen Blick vor die Tür wirft, kann man Zeuge der Entstehung von Frühlingsgefühle werden! Denn… in mindestens jedem zweiten Vorgarten befinden sich leichtbekleidete Frauen und Männer, bückender und stöhnender Weise, und tun so als würden sie Ihre Blümchen in Ordnung bringen. Das dabei bei mindestens der Hälfte der tätigen Personen, welche sich noch zum Teil in schier anregenden Positionen befinden -Frauen, die sich, mit rausgestrecktem Hintern vorne über beugen um an den Boden zu gelangen, Männer, die voller Inbrunst versuchen ruckartig den Spaten in den Boden zu rammen, nur als Beispiele erwähnt-, mehr Fleisch sichtbar wird, wie ihnen wahrscheinlich bewusst ist, sorgt unumstritten dafür, das die nachbarschaftlichen Bindungen intensiver werden, und man… uuuuppss… ganz spontan netteste Bekanntschaften machen kann, wenn man nur mal durch die Ortschaft schlendert.
Doch, liebe Frühlingsgefühlhervorrufenwoller, ihr werdet es nicht schaffen, das Blut des anderen Geschlechts in Wallung zu bringen, wenn Eure Kleidung nur noch durch die Ausdünstungen Eurer Transpiration zusammengehalten wird, und zusätzlich noch Eure Kinder im Schlamme vor Euch sitzen und die Blumen rausrupfen, die ihr gerade versucht einzupflanzen. Nein, nein! Das ist einfach zu offensichtlich und auf diese Masche wird kaum einer reinfallen, und… falls doch… wird es Euch nicht viel bringen, da die Kinder den netten Onkel oder die freundliche Tante direkt mit schwarzen Grabschefingerchen in die Flucht schlagen würden!
Also vergesst lieber mal das Phänomen der Frühlingsgefühle. In Wirklichkeit ists doch eh nur Humbuck!

Ach, und bevor ichs vergesse, liebe Nachbarn, der Sperrmüll war gestern schon da. Es macht keinen Sinn schweißgebadet jetzt den Garageninhalt auf der Straße zu entlehren!

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Spontan eingeübt

28. März 2006

Man kennt das: In einer Situation in der man sich zu Unrecht auf den Schlips oder das entsprechend weibliche Pendent getreten fühlt, hätte man sie gern parat - die passende, elegante, scharfe, hintergründige und obendrein noch witzige Bemerkung. Doch alles was man in der Lage zu Stande zu bringen ist, beschränkt sich auf ein “Ach ja!?”, welches sich immerhin noch einmal durch ein vorwurfsvolleres “Ach ja!!??” steigern lässt und damit die Niederlage zementiert. Meist hält man sowieso ganz den Mund.

Der dauerhaft hinterlassene Eindruck beim Gegenüber, welches man so gern zum Nachdenken anregen oder gar in Verlegenheit bringen mochte, ist bestenfalls flüchtig. Der erhoffte Beifall der Umgebung bleibt aus. Selbst ein “Immer 2x mehr wie du!” hätte noch einen halben Trostpunkt gutgeschrieben. Statt dessen grübelt man die halbe Nacht vor sich hin und spielt die Situation vor dem imaginären Spiegel immer wieder durch: “In Ihrer Jugend hätte es das nicht gegeben? Dass Sie sich daran noch erinnern können hätte ich nicht erwartet” - zu lang | “Geh doch wo du wohnst…” - zu prollig | “Sie wirken hässlich, wenn ich mich aufrege” - viel zu intellel | “Noch soviel Stress in Ihren letzten Stunden?” - zu direkt…

Man kommt vorerst zu dem schnellen Schluss, dass die lockeren Sprücheklopfer des TV wie Die Zwei oder ein Terence Hill ihre Wortgewandtheit lediglich durch ein immens gut durchtrainiertes Autorenteam aufrecht erhalten, während sich die Herren wahrscheinlich privat kaum stotterfrei einen Teller Suppe bestellen können. Da wirkt unsere spontane, wenn auch etwas hölzerne, unbeholfene Art viel natürlicher. Und die Coolness lässt sich durch spontan eingeübte Standartsprüche für alle Anlässe sicher noch steigern.

Ebenso wichtig ist dabei natürlich, dass man die zu erzielende Wirkung nicht verwischt, indem man sich in seiner Körpersprache verplappert. Und da man sowieso gerade mal eben die Toilette frequentieren wollte, testet man die neu gewonnenen Erkenntnisse mal eben vor dem ganz realen Badezimmerspiegel und erklärt dem Kühlschrank mit gewichtiger Miene: “Jetzt aber Licht aus - es ist schon halb 4″ und entgegnet dem Bett auf sein Knarren, dass man seinen Standpunkt sehr wohl versteht, aber dennoch gern noch einmal darüber schlafen möchte.

Fazit der Aktion ist zum einen, dass das eigenen Selbstbewusstsein permanent irgendwo zwischen pensioniertem VW-Vorstandsmitglied und einem ausgesetzten Chihuahua hin und her pendelt. Zum anderen, dass man - zwar etwas besser gewappnet - ein lockeres Stündchen zu spät auf Arbeit erscheint, wo der Chef schon sehnsüchtig wartet:

“Sie sollten sich ins Gedächtnis rufen, dass unsere Arbeitszeiten auch für Sie gelten!” - [dümmliches Grinsen] “Ach ja!?”

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Auf den Deckel

1. Februar 2006

foto by izanagi

Es war ein wunderschönes Bild. Gestern schlitterte, rutschte und glitt alles förmlich nur so dahin. Das heisst, es wäre sicher ein wunderschöner Anblick gewesen, wenn man sich nicht unbedingt auf seinen eigenen Bewegungsapparat konzentriert haben müsste.

Dennoch zeigte der eine oder andere Seitenblick wie kniegelenkslos alles durch die Gegend stakte. Hie und da wurde das Gleichgewicht verloren und mit hektischen, fuchtelnden Handbewegungen wieder eingefangen - zumindest meistens. Und was einmal sass, hatte grosse Mühe wieder aufzustehen. Die nächtlichen Niesel-Wasserspiele leisteten ganze Arbeit. Andererseits kann es natürlich auch sein, dass einige Scherzbolde sich mit Giesskanne bewaffnet am frühen Morgen dazu erdreisteten, das Frostwetter für ihre ganz eigene Interpretation eines winterlichen Reigens zu missbrauchen. Das will ich nicht in Abrede stellen, aber wir werden es wohl nie erfahren.

Noch schöneres Chaos fand auf der Strasse statt. Aus diversen Seitenstrassen schossen Kleinstwagen hervor, als hätten sie noch nie etwas von Spurtreue und Vorfahrtsregeln gehört. Ein guter Tag zum seitlich einparken - oder im Bett zu bleiben. Strassenbahnen verfehlten Haltestellen um mehrere Dutzend Meter, so sie überhaupt fuhren und der eine oder andere Fussgänger versuchte verzweifelt, die andere Seite zu erreichen, während er sich tatsächlich kaum von der Stelle bewegte und dadurch fast auf die andere Seite gelangte.

Ich wette, dass niemand wirklich bemerkt hat, wie fantastisch sich die Sonne auf der Eisfläche spiegelte und diese zum Strahlen brachte.

Aber das war gar nicht das Thema: Ich habe nämlich festgestellt, dass Frauen in gleichem Masse wie Männer dazu neigen, den Klodeckel nach dem kleinen oder grossen Business oben zu lassen.

In meiner Bekanntschaft steht es 50:50!